Mittelstürmer · Jugoslawien · geboren 1955
Der jugoslawische Legionär, der Hütteldorf drei Jahre lang das Toreschießen zeigte.
ODŽAK→ VINKOVCI→ BEOGRAD→ WIEN→ DOBOJ
Bevor er 1985 ins grün-weiße Hütteldorf wechselte, hatte sich Halilović längst einen Namen gemacht: als Torschützenkönig der jugoslawischen Liga, als Cupsieger mit Roter Stern Belgrad und als Nationalspieler bei der Europameisterschaft 1984 in Frankreich. Drei Spielzeiten trug er das Trikot von Rapid Wien — und holte in dieser Zeit zwei Meistertitel und einen Cupsieg.
Jugend, 1972–1977Wo alles begann — Straßenfußball in der Heimatstadt.
1977–1984Aufstieg 1982, Torschützenkönig der 1. Liga 1982/83.
1984–1985Jugoslawischer Cupsieger mit Roter Stern.
1985–19882× Meister, 1× Cupsieger — der Legionär kommt an.
1988–1990Karriereausklang zurück auf dem Balkan.
1985 kam Halilović als gestandener Angreifer nach Wien — frisch mit dem jugoslawischen Cup im Gepäck, den er ein Jahr zuvor mit Roter Stern Belgrad gewonnen hatte. Bei Rapid reihte er sich in eine Reihe von Legionären ein, die dem Verein in den 1980er-Jahren internationale Klasse in den Angriff brachten.
Sein Spiel lebte weniger von Tempo als von Täuschung: Finten und Dribblings, wie sie auf den Straßenplätzen seiner Heimat Odžak trainiert wurden, machten ihn zu einem unangenehmen Gegenspieler für jede Abwehr.
In drei Spielzeiten bei Rapid stand er 80-mal auf dem Feld, erzielte 24 Tore und gewann mit dem Klub zwei österreichische Meistertitel sowie einen Cupsieg — ehe sein Weg 1988 aus der österreichischen Bundesliga wieder zurück auf den Balkan führte.
Am 23. April 1983 debütierte Halilović in Paris bei einem Testspiel gegen Frankreich für die jugoslawische Nationalmannschaft. Ein Jahr später gehörte er zum Kader für die Europameisterschaft 1984 in Frankreich, kam dort zu zwei Einsätzen — Jugoslawien schied in der Vorrunde aus.
Sein letztes Länderspiel bestritt er am 16. Juni 1984 gegen Dänemark. Insgesamt stehen zwölf Einsätze und ein Tor für die A-Nationalmannschaft zu Buche.
Nach seiner Zeit in der österreichischen Bundesliga zog es Halilović 1988 zurück auf den Balkan: Bei Sloga Doboj ließ er seine aktive Laufbahn bis 1990 ausklingen.
„Drei Jahre, zwei Meistertitel, ein Cupsieg — und ein Trikot, das in Hütteldorf lange in Erinnerung blieb.“
Im Anschluss wechselte er die Seiten und arbeitete als Trainer in Österreichs dritter Liga — eine Fortsetzung seiner Verbindung zum Land, in dem er seine erfolgreichste Zeit als Legionär erlebt hatte.